Die Zahnmedizin der Zukunft

Alternativen zu Füllung und Bohrer
Die Zahnmedizin der Zukunft
Forscher suchen nach Alternativen zu Füllung und Bohrer


Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein – ein Loch im Zahn, das wie von selbst wieder zuwächst? Mit einer neuen Methode wollen britische Forscher genau das erreichen. Bei Mäusen ist das Experiment schon geglückt.

Löcher im Zahn entstehen, weil Kariesbakterien Zucker in Säure umwandeln. Diese greifen die Zähne an und zerstören schließlich deren Substanz, das Dentin. Ein Team von Wissenschaftlern des Kings College London hat nun einen neuen Ansatz entwickelt, um die Neubildung von Dentin anzuregen. Sie verwendeten dazu ein Medikament namens Tideglusib, das bisher vor allem zur Behandlung von Alzheimer erforscht wurde. Aus Studien weiß man, dass es die Bildung von Plaques im Gehirn reduzieren kann.
Der gleiche Wirkstoff regt scheinbar auch die Stammzellen des Zahns dazu an, neue Substanz aufzubauen. Um das zu zeigen, bohrten die Wissenschaftler Löcher in die Zähne von Mäusen. Dann steckten sie mit Tideglusib getränkte Kollagenschwämmchen hinein, wobei die Schwämmchen sich nach und nach selbst auflösten. Innerhalb von sechs Wochen füllte neues Dentin das zuvor gebohrte Loch aus. Könnte das Verfahren in Zukunft auch Menschen mit Karies helfen?

Das dürfte mit Sicherheit noch eine Weile dauern, sagt Ralf Smeets, der Professor ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Grundlagenforschung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und am Universitätsklinik Hamburg tätig. „Was bei einer Maus gelingt, muss noch nicht gleichermaßen beim Mensch funktionieren. Es sind sicher noch weitere Versuche nötig, zum Beispiel mit größeren Tieren‟, sagt Smeets. „Trotzdem handelt es sich um eine sehr gut gemachte Studie, die Kollegen sind auf einem guten Weg.‟ Möglich sei auch, dass das Verfahren, teuer werde, wenn es anwendungsreif ist, das sei jetzt noch nicht eindeutig absehbar. Smeets ist sich aber relativ sicher, dass die Methode nachgefragt würde. „Die Leute sind bereit, viel zu bezahlen, wenn es Schmerzen erspart. Und Zahnmedizin ist ohnehin meist mit hohen Kosten verbunden‟, sagt Smeets.
weiße Zähne werden mit einer elektrischen Zahnbürste geputzt
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So würde es schließlich auch 1500 bis 2000 Euro kosten, wenn ein defekter Zahn gezogen und ersetzt werden müsse. Ein Prozedere, das das neue Verfahren bestenfalls eines Tages verhindern könne.

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Insgesamt geht der Trend dazu, immer sanftere Methoden zu entwickeln, um so wenig wie möglich künstlich eingreifen zu müssen. Smeets selbst forscht an Schrauben und Implantaten aus Magnesium, die bei Kieferoperationen eingesetzt werden können. Anders als herkömmliche Materialien wie Titan lösen sich diese nach und nach auf und werden resorbiert – so müssen sie nicht in einem extra Eingriff wieder entfernt werden. Auch der Versuch der britischen Forscher sei typisch für zukünftige Entwicklungen, sagt Smeets, weil er auf die Regenerationskräfte des menschlichen Organismus setzt. „Es macht sich den Bioreaktor Mensch zu Nutze. Von der Forschung auf diesem Feld ist in den kommenden Jahren noch viel zu erwarten.‟

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Zähne und Gesundheit
Es gibt zahlreiche Wechselwirkungen zwischen Zahnkrankheiten und Erkrankungen des Organismus. So haben etwa Diabetiker aufgrund ihres Stoffwechsels ein höheres Kariesrisiko, das gleiche gilt für krankhaft übergewichtige Menschen. Umgekehrt kann eine unbehandelte Zahnfleischentzündung (Parodontitis) das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen – und so statistisch betrachtet sogar das Leben verkürzen. Dauerhaft erkrankte Zähne und Entzündungsherde im Mundbereich schwächen zudem das Immunsystem. Dadurch wird der Körper anfälliger für verschiedenste andere Leiden. Allerdings gibt es immer weniger Zahnerkrankungen in Deutschland. So ist der Kariesbefall bei Kindern in den letzten 20-30 Jahren um 90 Prozent zurückgegangen, das hat die fünfte deutsche Mundgesundheitsstudie ergeben, die 2016 vom Institut der deutschen Zahnärzte veröffentlicht wurde. Erwachsene haben heute durchschnittlich an elf Zähnen einmal Karies – das sind immerhin fünf Zähne weniger als noch vor 20 Jahren.

Text: Irene Habich
Fotos: Bildagentur Zoonar (Voyagerix, rrrneumi, Robert Kneschke, Dolgachov, Pixel, Fotosmurf, Maxxyustas, A. Berheide)

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